Projekteinblick

Wunderline

Grenzüberschreitende Bahnverbindung Groningen–Bremen, mit Inbetriebnahme des grenzüberschreitenden Verkehrs 2026. Ein Infrastrukturprojekt im Bereich Bahn-Leit- und Sicherungstechnik (LST), an dem unser Geschäftsführer Edoé Lassey persönlich mitgewirkt hat.

Neu verlegte Gleise auf der Friesenbrücke über die Ems, im Hintergrund der blaue Stahlfachwerk-Überbau Eisenbahn · LST

Das Projekt im Überblick

Die Wunderline schließt eine Lücke im europäischen Schienennetz zwischen dem Norden der Niederlande und Norddeutschland. Auf 173 Kilometern, davon rund 124 auf deutschem Gebiet, entsteht eine durchgehende Verbindung von Groningen über Leer nach Bremen.

  • StreckeGroningen über Leer nach Bremen, grenzüberschreitend zwischen den Niederlanden und Deutschland.
  • Umfang173 Kilometer Gesamtstrecke, davon rund 124 Kilometer auf deutschem Gebiet.
  • BezugBahn-Leit- und Sicherungstechnik (LST); unser Geschäftsführer hat an dem Projekt persönlich mitgewirkt.
  • InbetriebnahmeAufnahme des grenzüberschreitenden Zugverkehrs im Jahr 2026.
Vor Ort

Die Friesenbrücke über die Ems

Aufnahmen von der Baustelle: die neue Friesenbrücke bei Weener, mit 335 Metern Länge und beweglichem Mittelteil die größte Hub-Dreh-Eisenbahnbrücke Europas und zentrale Querung der Wunderline.

Gleisdurchfahrt über die neue Friesenbrücke mit Stahlfachwerk-Überbau.

Warum die Wunderline gebaut wird

Zwischen Bremen und Groningen fehlt seit Jahren eine attraktive Bahnverbindung. Die Wunderline schließt diese Lücke: Statt umzusteigen und auf Busersatz auszuweichen, sollen wieder durchgehende Direktzüge fahren und die Reisezeit auf rund zweieinhalb Stunden sinken.

Davon profitiert die gesamte grenzüberschreitende Region zwischen Ostfriesland, dem Emsland und der niederländischen Provinz Groningen, von Pendlern und Studierenden bis zu Tourismus und Wirtschaft.

Hintergrund: die Friesenbrücke

Auslöser des Projekts ist die Friesenbrücke über die Ems. 2015 rammte ein Frachtschiff das Bauwerk und machte es unpassierbar, seitdem gibt es zwischen Leer und Weener nur Busersatz und keinen durchgehenden Zugverkehr mehr.

Der Wiederaufbau als moderne, bewegliche Eisenbahnbrücke ist das Herzstück der Wunderline und die Voraussetzung dafür, dass wieder grenzüberschreitende Züge von Leer bis Groningen fahren können.

Leit- und Sicherungstechnik im Bahnbau

Die Bauüberwachung der Leit- und Sicherungstechnik (LST) ist bei einem Projekt dieser Größenordnung eine Schlüsseldisziplin: Sie sichert die fachgerechte Ausführung der signaltechnischen Anlagen, prüft sie gegen Planung, Regelwerk (VV BAU-STE) und Genehmigung und liefert die prüffähige Dokumentation als Grundlage der Inbetriebnahme.

Unser Geschäftsführer Edoé Lassey hat an der Wunderline persönlich mitgewirkt und bringt diese Erfahrung in die Arbeit von LND Ingenieure ein.

Die technische Herausforderung

Kern der LST-Arbeiten ist die Anbindung der vorhandenen Stellwerkstechnik im Raum Papenburg an das neue elektronische Stellwerk in Ihrhove. Migrationen unter laufendem Betrieb gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Bahnbau: Jeder Schaltzustand und jede Schnittstelle muss geplant, geprüft und sicher umgesetzt werden.

Europäische Bedeutung und Finanzierung

Die Wunderline ist mehr als eine Regionalverbindung: Sie ist ein Baustein im europäischen Korridor von Amsterdam über Bremen und Hamburg bis nach Skandinavien und verlagert Verkehr von der Straße auf die klimafreundliche Schiene.

Das Vorhaben wird im Rahmen des INTERREG-Programms Deutschland–Niederlande aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie von den Provinzen Drenthe, Friesland und Groningen und dem Land Niedersachsen kofinanziert.

Mehr aus diesem Bereich
Ihr Projekt

Sie planen ein Bahnprojekt mit signaltechnischem Schwerpunkt?